Definitionen, Abkürzungen und Informationen:


Rund um die Einsatzgebiete unserer Lasersysteme in der Industrie:


A
Abreißperforation:
Eine gezielte Materialschwächung in Form einer Reihe von Löchern, die das Abtrennen entlang der Perforationslinie erleichtert. Bei Verpackungen dienen derartige Sollbruchstellen als Öffnungshilfen. Die Herstellung ist auch mittels Laserperforation möglich.

C
CO2-Laser:
Kohlendioxidlaser gehören zu den verbreitetsten Laserbauarten in industriellen und medizinischen Anwendungen. Der CO2-Laser ist ein Gaslaser dessen infrarotes Licht mit einer Wellenlänge um 10 µm durch Kohlenstoffdioxid erzeugt wird. Für die Funktion ist zusätzlich Stickstoff und meist auch Helium als Bestandteil des gasförmigen Mediums notwendig. Kohlendioxidlaser bieten ein breites Leistungsspektrum von einigen mW bis mehreren hundert kW im Dauerbetrieb sowie einen hohen Wirkungsgrad bis zu 20 Prozent. Mit diesen Eigenschaften eigenen sie sich besonders für Schneiden, Ritzen, Perforieren und Schweißen unterschiedlicher Folienmaterialien. Der erste verfügbare Gaslaser war ein CO2-Laser.

Coresta Unit (CU):
Vom "Cooperation Centre for Scientific Research Relative to Tobacco" definierte Einheit für die Luftdurchlässigkeit von Papier. Sie bezeichnet die Luftmenge in Kubikzentimetern pro Minute, die bei einer Druckdifferenz von 1 kPa durch eine Fläche von einem Quadratzentimeter strömt. Diese Ventilation eines Papiers lässt sich durch eine Laserperforation gezielt erhöhen. Hierbei kann eine Online-Perforation innerhalb der Zigarettenmaschine oder Offline-Perforation in Form eines autarken Systems zum Einsatz kommen.


D
Demineralisiertes Wasser:
Gereinigtes, von gelösten Mineralstoffen befreites Wasser. Kann bei geringeren Ansprüchen an die Reinheit destilliertes Wasser ersetzen. Die Verwendung von demineralisiertem Kühlwasser vermeidet Kalkablagerungen im Kühler.

Destilliertes Wasser:
Durch langsames Verdampfen und Kondensieren von gelösten, festen und gasförmigen Verunreinigungen befreites Wasser.

DME:
Mittlerer Abstand einer Laser-Perforation in einer Zigarettenhülle vom Ende des Mundstücks. "Distance between center of perforation and mouth end at a cigarette".


E
EVA:
Ethylen-Vinylacetat, ein Copolymer aus Etyhlen und Vinyl-Acetat. Abhängig vom VA-Anteil variieren die Eigenschaften von weitgehend Polyethylen-artig bis Gummi-ähnlich. Anwendungen: Verbesserung der Materialeigenschaften von Folien, Klebstoff für Papier.


F
F-Theta-Linse:
Ein Fischaugenobjektiv mit der speziellen Eigenschaft, dass der Abstand eines Bildpunktes vom Bildmittelpunkt proportional zum Einfallswinkel ist. Ein solches äquidistantes Objektiv erzeugt eine winkeltreue Abbildung, die sich auch für genaue Winkelmessungen eignet.

Faserlaser:
Ein Festkörperlaser mit einer Faser als Lasermedium, wie sie auch als Lichtleiter Verwendung finden. Die Totalreflektion am Umfang der Faser hilft bei der Führung des Lichtstrahls. Dadurch ermöglicht der Faserlaser eine herausragende Strahlqualität sowie sehr lang gestreckte Medien und dadurch eine hohe Spitzenleistung. Anwendungsbeispiele: Laser Marking sowie Laserschneiden und Laserperforieren auch anspruchsvoller Materialkombinationen.

Festkörperlaser:
Ein Laser mit einem festen Medium, wie einem dotierten Kristall oder Glas. Der erste funktionsfähige Laser war ein Rubinlaser. Nach dem CO2-Laser ist der Festkörperlaser die in der industriellen Fertigung am häufigsten eingesetzte Laserart. Halbleiterlaser nutzen zwar ebenfalls einen Festkörper um Laserstrahlung zu erzeugen, werden aufgrund ihrer andersartigen Funktionsweise gemeinhin nicht zu den Festkörperlasern gezählt.

FMCG:
Die Abkürzung des englischen Begriffs "Fast Moving Consumer Good" bezeichnet Waren, die schnell im Verkaufsregal rotieren und in der Regel einen niedrigen Preis haben sowie dem Verkäufer oftmals nur eine relativ geringe Gewinnspanne bieten.


G
Galvanometerscanner:
Ein Laserscanner, bei dem ein Galvanometerspiegel den Laserstrahl über das abzutastende Objekt führt.

Galvanometerspiegel:
Eine nicht zu Messzwecken eingesetzte Form des Spiegelgalvanometers. Ursprünglich ein Strommessgerät, dessen Zeiger durch einen Spiegel ersetzt ist, der einen Lichtstrahl proportional zum anliegenden Strom ablenkt.


H
Halbleiterlaser:
Ein Laser, dessen Strahlung in einem Halbleiter erzeugt und durch eine angelegte Spannung stimuliert wird.


I
Impulsbreite:
Die zeitliche Ausdehnung eines Impulses.

Impulsenergie:
Messgröße für die Energie, die bei einer pulsartigen Abgabe in einem Impuls enthalten ist. Wichtige Kenngröße zum Beispiel bei einem Pulslaser aber auch beispielsweise Weidezaungeräten.


K
Kohlendioxid:
Kurzform von Kohlenstoffdioxid

Kohlenstoffdioxid:
Gasförmiges Oxidationsprodukt des Kohlenstoffs. Bedeutendes, natürliches Treibhausgas.

Kühler:
Für das Abkühlen von Kühlmitteln vorgesehener Wärmetauscher.


L
Laser:
Eine Strahlungsquelle, die kohärentes Licht erzeugt. Damit sind gebündelte Strahlen bis in den Mikrometerbereich möglich. Der Begriff ist ein englisches Akronym, das für "Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation" steht, Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung. In diesem Begriff fehlt ein wesentlicher Aspekt der Funktionsweise des Lasers, der einen Optischen Resonator darstellt. Der Resonator ist mit einem Lasermedium gefüllt, das durch Pumpenergie angeregt eine spezifische Strahlung erzeugt.

Laser Klasse 1:
Als ungefährlich eingestuftes Lasersystem; in der Regel vollständig in ein Gehäuse eingeschlossen und mit entsprechenden Sicherungseinheiten versehen.

Laser Klasse 4:
Kennzeichnet die höchste Gefährdungsklasse beim Laser. Selbst gestreut reflektierte Strahlung kann Gesundheitsschäden an Augen oder Haut verursachen. Klasse 4 Laser sind in der Lage, brennbare Materialien zu entzünden. Die meisten industriell eingesetzten Lasersysteme gehören in diese Sicherheitsklasse.

Laser Scribing:
Aus dem Englischem - Laserritzen. Anwendungsbeispiel sind: Anfertigen von Öffnungshilfen an Verpackungen.

Laser Shutter:
Optischer Verschluss, der den Austritt von Laserstrahlen bewusst verhindern kann.

Laserbearbeitung:
Fertigung mit einem Laser als Werkzeug.

Lasermedium:
Aktive, die kohärente Laserstrahlung erzeugende Substanz. Je nach Aggregatzustand des Mediums teilen sich Laser in Festkörperlaser, Gaslaser, Flüssigkeitslaser und Plasmalaser ein.

Lasermode:
Die Intensität von Laserlicht ist nicht homogen über den Querschnitt verteilt, sondern bildet aufgrund der unvermeidlichen Lichtbeugung regelmäßige Muster. Diese Lasermoden entsprechen mathematisch gesprochen den Eigenlösungen des Optischen Resonators.


M
MAP:
Verpackung, die einen beschränkten, absichtlich hergestellten Luftaustausch mit der Umgebung zulässt (Modified Atmosphere Packaging).


O
OPP:
Orientierte Polypropylenfolie. In Längs-, Quer- oder beiden Richtungen gestreckte Folie aus Polypropylen. Das Strecken verbessert die Materialeigenschaften Transparenz, Kältebeständigkeit, Gasdichtheit sowie die mechanischen Eigenschaften, gegebenenfalls anisotrop. Zudem kann es zur Verringerung der Stärke und des Flächengewichts eingesetzt werden.

Optischer Resonator:
Ein optischer Schwingkreis, bei dem Licht zwischen zwei Spiegeln mit gemeinsamer optischer Achse hin und her läuft. Der Abstand der Spiegel übersteigt ihren Durchmesser um ein Vielfaches. Dadurch wird nur die Strahlung im Resonator gehalten, die sich annähernd oder vollständig parallel zur optischen Achse ausbreitet. In einem so parallelisierten Strahlenbündel verstärkt sich derjenige Teil, dessen Wellenlänge in einem ganzzahligen Verhältnis zum doppelten Spiegelabstand steht.


P
PA, Bio PA:
Der durch Polykondensation hergestellte Kunststoff Polyamid ist auch unter dem generalisierten Markennamen Nylon bekannt. Das Einsatzgebiet reicht von Kunstfasern, über Verpackungsmaterial, bis zum Spreizdübel.

PC:
Polycarbonat

PE:
Das im Reinzustand milchig-trübe Polyolefin Polyethylen wird in zwei Varianten hergestellt, als PE-LD und als PE-HD. Es besitzt eine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber Säuren, Basen, Alkoholen und Estern. Mit Pflanzenölen, Aldehyden und Ketonen reagiert es nur sehr wenig. Die Beständigkeit gegen Mineralöle, alipathische und aromatische Kohlenwasserstoffe sowie Oxidantien ist dagegen begrenzt. Polyethylen eignet sich nicht für den Einsatz mit halogenierten Kohlenwasserstoffen.

PE-HD:
Polyethylen hoher Dichte wird im Niederdruckverfahren hergestellt und daher im Deutschen auch als ND-PE bezeichnet. Das Polyolefin hat einen Temperatureinsatzbereich von -60 bis 90 °C, kurzzeitig bis 120 °C, und eine höhere Zugfestigkeit als @PE-LD, auch bezogen auf das Gewicht. Darüber hinaus besitzen Folien aus PE-HD eine geringere Durchlässigkeit für Wasserdampf, Sauerstoff und Kohlendioxid als PE-LD Folien.

PE-LD:
Polyethylen niedriger Dichte, im Deutschen auch als HD-PE bezeichnet, wird im Hochdruckverfahren hergestellt. Dieses ist das ursprüngliche, ältere Herstellungsverfahren resultiert in einem Kunststoff mit einer geringeren Zugfestigkeit als PE-HD und einem kleineren Temperatureinsatzbereich bis 60 °C.

PET:
Polyethylenterephthalat ist das verbreitetste Mitglied der Gruppe der Polyester. Der Kunststoff wird für vornehmlich für Synthetikfasern sowie Getränke- und andere transparente Verpackungen eingesetzt. PET existiert in amorpher und teilkristalliner Form. Abhängig von der Kristallgröße und -struktur kann letztere milchig-weiß erscheinen, anderenfalls ist der Kunststoff von Natur voll transparent.

PLA:
Polylactat ist ein biologisch abbaubarer Kunststoff, der neben ABS als zweitwichtigster Werkstoff im 3D-Druck verwendet wird.

Plasmalaser:
Ein Laser mit einem ionisierten Gas als Lasermedium.

PMMA:
Polymethylmetacrylat, bekannt unter dem Markennamen Plexiglas sowie als Acrylglas.

PP:
Polypropylen ist ein thermoplastischer Kunststoff aus der Gruppe der Polyolefine. In reinem Zustand ist es wie Polyethylen milchig trüb, hat aber einen anderen Temperatureinsatzbereich von 0 bis 160 °C. Als Verpackung eignet sich PP daher als Folie oder Behälter für Flüssigkeiten und Lebensmittel, die heiß abgefüllt oder in der Verpackung erhitzt werden.

PUR:
Abgesehen von thermoplastischen Varianten gehört Polyurethan zu den Duroplasten, die bei Wärmeeinwirkung nicht erweichen. Der Kunststoff eignet sich für faserverstärkte Materialien aber auch für Schaumstoffe.

PVC:
Polyvinylchlorid, verbreitete Anwendung als Verpackungs- und Konstruktionsmaterial. Nach PE und PP der meistgenutzte Kunststoff.


V
Verbundfolien:
Eine Verbundfolie setzt sich aus zwei oder mehr Schichten unterschiedlicher Materialien zusammen. Dadurch lassen sich unterschiedliche Materialeigenschaften wie Festigkeit, Dampf- und Gasdichtheit, Bedruckbarkeit und Oberflächenerscheinung kombinieren. Verbundfolien können aus bis zu 14 Schichten bestehen.


Y
YAG-Laser:
Der zur Gruppe der Festkörperlaser zählende YAG-Laser nutzt dotiertes Yttrium-Aluminium-Granat als Lasermedium. Seine Eigenschaften lassen sich durch die Auswahl des zum Dotieren verwendeten Elements in weitem Umfang variieren.